HANNOVER MESSE 2009

„HANNOVER MESSE 2009 - Die ganze Vielfalt innovativer Technologien unter einem Dach“ – mit diesem Slogan wirbt die Hannovermesse. Die Messe vereint vom 20. bis zum 24. April 2009 insgesamt 13 internationale Leitmessen unter einem Dach.

So u.a. die SurfaceTechnology, welche die gesamte Wertschöpfungskette der Oberflächentechnik abbilden soll. Waren in den vergangenen Jahren zahlreiche Anlagenhersteller von Nitrieranlagen in Hannover vertreten, verweist das Ausstellerverzeichnis (Stand 15.4..2009) im Jahr 2009 nur auf die Eltro GmbH (Plasmanitrieranlagen, Halle 6, Stand A62) Ist dies auf die wirtschaftliche Lage zurück zu führen oder hat die Hannovermesse ihren Stellenwert für die Branche verloren?

 

Eltro zeigt Einzelanlagen und vollautomatische Anlagensysteme

 

Die Arbeitsabläufe beim Plasmanitrieren untergliedern sich unabhängig vom Ofentyp in die Teilprozesse Beladen, Pulsplasmaprozess ( Erwärmen/Thermochemischer Prozess/Abkühlen) und Entladen.
Einsparpotentiale ergeben sich vorallem im Bereich Be- und Entladen (Lohnkosten), im Grad der Anlagennutzung sowie in geringerem Maße beim Aufheizen und Abkühlen. Die Prozesszeit ist durch die Anforderungen an den Schichtaufbau festgelegt. Moderne Anlagen erlauben das Aufheizen und Abkühlen im Inertgas, so dass hier selbst Chargen von mehreren Tonnen Nutzlast in weniger als einer Stunde erwärmt bzw. abgekühlt werden können. Mit einer Schnellkühlung sind ebenfalls positive werkstoffkundliche Effekte verbunden. Wesentliche Einsparungen sind durch die Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit zu erzielen. Insbesondere bei einschichtigem Batchbetrieb hat sich in diesem Zusammenhang das preisgünstige Doppelbodenkonzept bewährt. Eine solche Anlage verfügt über zwei Böden. Auf einem Boden wird eine Charge chargiert, während auf dem anderen behandelt wird. Nach Prozessende fährt die Haube auf den bereits chargierten Boden, während die behandelten Teile zum Entladen bereit stehen. Das Be- und Entladen wird vom Behandeln entkoppelt. Praktisch läuft eine solche Anlage ständig durch und wird dadurch effektiv genutzt. Optimale Wirtschaftlichkeit bei höchster Qualität bieten bei entsprechender Stückzahl vollautomatische in die Linie integrierte Systeme. Bei vollautomatischen und in die Linie integrierten Systemen werden Teile kontinuierlich über entsprechende Transporteinrichtungen der Anlage zugeführt und verlassen diese wieder kontinuierlich. Im Idealfall geschieht dies ohne jede Unterbrechung. Die Produktivität wird dabei in Sekunden pro Teil angegeben. Anlagen mit 2 oder 3 Sekunden/Teil wurden bereits realisiert. Eltro stellt in Hannover diese Anlagenkonzepte im Detail vor.

 

Doppelbodenanlage mit verfahrbahrer Haube. Rezipientenabmessungen: D=3200mm, H=2500mm

Die Anlage wird für Getriebeteile in der Windkraftindustrie genutzt.

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