Schichtdickenbestimmung
Die Dicke der Verbindungsschicht und die Dicke der Diffussionsschicht lassen sich über metallographische Prüfmethoden (Lichtmikroskopie, Schliff) bestimmen.
Nachstehende Prüfvorschrift gilt für die Bestimmung der Dicke der Verbindungsschicht und ihres porösen Anteils nitrierter und nitrocarburierter Werkstücke aus Stahl, Gusseisen und Sinterstählen mit Hilfe der Lichtmikroskopie. Einzelheiten zur Verfahrenstechnik des Nitrierens und Nitrocarburierens sind der DIN 17 022-4, zu den Zeichnungsangaben der DIN ISO 15787 zu entnehmen. Die Prüfvorschrift ist durch den FA "Nitrieren und Nitrocarburieren" der Arbeitsgemeinschaft Wärmebehandlung und Werkstofftechnik e. V. erarbeitet worden.
Lichtmikroskopische Bestimmung der Dicke und Porigkeit der Verbindungsschichten nitrierter und nitrocarburierter Werkstücke
Teil 1 - Grundlagen und Präparation
Teil 2 – Messung und Auswertung

Hinweis: mit der DIN ISO 15787 wir die Nitrierhärtetiefe mit NHD gekennzeichnet (07/2010)
Die Nitrierhärtetiefe nach DIN 50190, Teil 3 ist der senkrechte Abstand von der Oberfläche eines nitrierten Werkstückes bis zu dem Punkt, an dem die Härte einem zu definierenden Grenzwert entspricht. In der Regel ergibt sich dieser Grenzwert aus der Kernhärte plus 50 HV.
Es können ebenfalls physikalisch chemische Methoden zur Schichtdickenbestimmung eingesetzt werden.
